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COVID-19 und Beschneidung : Offener Brief an die Gesundheitsminister

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Offener Brief - Internationale Kampagne*

Mai 2020

An: Die Gesundheitsminister

cc:
- Abgeordnete / Parlamentarier
- Krankenversicherungen
- UNICEF und Kinderschutzorganisationen

Betreff: COVID-19 und Beschneidung, Entlastung der Gesundheitsressourcen

In dieser Zeit der Pandemie ist der Aufschub von Beschneidungen eine Entscheidung, die die Gesundheitsressourcen entlastet. Gleichzeitig eröffnen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Penisgesundheit die Aussicht, dass die Beschneidung von Kindern aus medizinischer Sicht nie notwendig sein könnte.

Heute kann man nicht mehr ignorieren, in welchem Maße die Beschneidung sowohl für das Kind als auch für den Mann, der er werden wird, eine mögliche Quelle des Leidens ist. Angesichts des Ausmaßes und der Schwere der durch die Beschneidung von Kindern verursachten Komplikationen beschloss PEPFAR (President’s Emergency Plan for AIDS Relief) im Jahr 2019 sogar, die Finanzierung dieser Praxis einzustellen. Diese erste größere Abkehr lässt Zweifel an der gesamten “freiwilligen” Beschneidungskampagne aufkommen, die 2007 von der WHO und UNAIDS gestartet wurde und die die Beschneidung von Neugeborenen empfiehlt. Diese Missbilligung sollte UNICEF, die diese Kampagne unterstützt, und auch die Kinderschutzbehörden zu einem Umdenken veranlassen.

Angesichts dieser schädlichen Folgen ist klar geworden, dass die Beschneidung von Kindern das Problem ist und nicht die Lösung. Der Aufschub der Beschneidung während der COVID-19-Pandemie wird dies bestätigen.

Es ist höchste Zeit, dass die Behörden das Ende der Erstattung der Kosten der Beschneidung in Betracht ziehen, ohne das Ergebnis einer breiteren öffentlichen Debatte über die Bedingungen für die Zustimmung zu diesem Eingriff abzuwarten, der bei weitem der am häufigsten praktizierte der Welt ist.

Droit au Corps

* Frankreich, Belgien, Schweiz, Kanada…

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